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Tag des offenen Denkmals 2026

Auch in diesem Jahr öffnen wir unsere Mühle am Tag des offenen Denkmals, 13. September 2026 von 10 bis 18 Uhr.

Wie in den vorherigen Jahren werden wir wieder interessierten Besucherinnen und Besuchern unsere Mühle zeigen. In der letzten Zeit musste zwar nichts mehr grundlegend restauriert werden, dafür haben sich die Mühlenfreunde mit der Verbesserung der Darstellung beschäftigt. So wurde im Dachgesschoss die Beleuchtung verbessert, damit Details der Maschinen besser sichtbar werden.

Während wir beim Mühlentag am Pfingstmontag versuchen, zusätzlich zur Mühlentechnik jeweils ein altes Handwerk vorzustellen, wollen wir beim Tag des offenen Denkmals Technik und Kunst in Verbindung bringen.

In diesem Jahr wird die Künstlerin Marlies Hauk aus Warendorf Bilder und Keramiken ausstellen. Marlies Hauk ist seit 1979 künstlerisch tätig und hat sich in der Region schon länger einen Namen gemacht. Immer wieder hat sie in Ausstellungen ihre Werke gezeigt und dabei viel Anerkennung bekommen.
In den ersten Jahren ihres Schaffens hat sie sich ausschließlich mit Malerei beschäftigt und dabei verschiedenen Techniken angewandt: Sie malte Aquarelle genauso wie Bilder mit Pastellkreide, mit Acryl oder in Öl.

1992 fand sie für sich ein weiteres künstlerisches Feld: plastische Arbeiten, vor allem Keramikobjekte in Aufbautechnik. In ihren Werken zeigt sie ihre Kreativität und ihr ausgeprägtes Gefühl für stimmige Proportionen, für harmonische Farbverläufe und für überraschende Details.
Als sie 2020 zusammen mit weiteren Künstlerinnen in der Galerie Heinrich Friederichs in Warendorf Keramikobjekte ausstellte, überschrieb die WN einen Bericht dazu mit „Zum Stehlen schöne Keramikkunst“.

In der Mühle Zumbülte wird sie am Denkmaltag Bilder in Acrylmischtechnik und Keramikobjekte ausstellen. Ihre Werke werden in der Umgebung eines alten Technikdenkmals sicher eine besondere Ausstrahlung haben.

Marlies Hauk mit einigen ihrer Keramikobjekte
Eins ihrer Bilder in Acryl-Mischtechnik

Auch am Mühlentag 2026 Besucherandrang

Wir sind ja schon einiges am Mühlentag gewohnt, aber einen solchen Andrang hatten wir nicht erwartet. Dass die ersten Besucher schon vor 10 Uhr kamen, hat uns nicht überrascht, das war nicht neu. Aber dass wir um 12 Uhr das Gefühl hatten, der Andrang ließe gar nicht nach, war schon ungewöhnlich. Zwischen 13 Uhr und 14 Uhr wurde es ruhiger, wir glaubten, bei dem warmen Wetter wären schon alle frühzeitig gekommen. Aber weit gefehl. Auch am Nachmittag kamen weiter sehr viele Menschen.

Aber unser Programm war auch wohl attraktiv: Alle Maschinen in der Mühle liefen ununterbrochen,
10 alte Traktoren zogen nicht nur kleine Jungs magisch an.
Günther Ring verkaufte ganz viele Dekoelemente aus Holz für UNICEF.
Als besondere Gäste waren aus Velen drei Männer der Gruppe „Doskerkerls“ angereist und zeigten, wie Seile hergestellt wurden. Dazu benötigten sie erstaunlich wenig Equipment, eine Winde und das Gegenstück, auf dem die Garne gespannt wurden. Viele Kinder konnten ein vor Ort gedrehtes Seil für wenig Geld mit nach Hause nehmen. Und das Beste war, sie konnten sich die Farben auch noch aussuchen.

Auch in diesem Jahr waren auffallend viele Besucher von auswärts gekommen, nicht nur aus den umliegenden Orten, sondern aus dem ganzen Münsterland. Sogar eine Familie aus den Niederlanden, die selbst eine Windmühle besitzen, machen einen Ausflug nach Nottuln, um unsere Mühle kennen zu lernen.

Bericht im Landwirtschaftlichen Wochenblatt

Das Landwirtschaftliche Wochenblatt gehört in ganz vielen Familien auf dem Lande zur wöchentlichen Pflichtlektüre. Immerhin hat es eine Auflage von über 50000. In der Ausgabe zu Pfingsten wird in jedem Jahr wegen des Mühlentags am Pfingstmontag eine Mühle vorgestellt.
In diesem Jahr wurde dafür die Mühle Zumbülte ausgesucht. Redakteur und Fotografin nahmen sich einige Wochen vorher bei einem Besuch viel Zeit, um die Besonderheiten unserer Mühle und das ehrenamtliche Engagement der Mühlenfreunde kennenzulernen.

In der Pfingstausgabe konnten wir dann einen sehr schönen Bericht lesen, der von sehr vielen Menschen wohl gelesen wurde. Denn wir wurden oft darauf angesprochen und auch beim Mühlentag erzählten viele Besucher, dass sie durch den Bericht auf unsere Mühle aufmerksam gemacht worden waren.

2025 – doch weiter gearbeitet

Die eigentliche Restaurierung hatten wir bekanntlich 2024 abgeschlossen, nachdem alle Maschinen laufen konnten, auch bei trockenem Bach. Aber wir hatten uns ein weiteres Projekt vorgenommen, nämlich eine Besuchertoilette einzubauen. Das war mit einigem Aufwand verbunden, aber wir haben es tatsächlich bis zum Mühlentag geschafft. In dem kleinen Raum in dem ehemaligen Anbau steht jetzt für Besucher eine Toilette zur Verfügung.
Das war mit großem Aufwand verbunden: Trennwände bauen, Wasserleitungen und Abwasserleitungen verlegen, eine Tür neu bauen unde eine Treppe um- und einbauen. Eine Firma verlegte mit schwerem Gerät den Anschluss an die Kanalisation.

Aber das war noch nicht alles. Unter der Toilette haben wir einen Kriechkeller freigelegt und viel Schutt und Müll herausgeschafft und entsorgt. Sogar ein alter Ofen stand dort, der allerdings noch nie angeschlossen und benutzt wurde. Selbst die Garantiekarte hing noch daran,
Nach dem Freiräumen und Saubermachen haben wir jetzt noch weiteren Platz zum Lagern von Material.

Schließlich konnten wir noch für wenig Geld eine Spüle aus Edelstahl und einen Warmwasserboiler auftreiben. Dafür haben wir im Maschinenraum einen nicht benutzten Platz freigeräumt, die Wand verkleidet, die Spüle aufgestellt und noch eine Arbeitsplatte angebracht. Jetzt kann beim Mühlentag und anderen Gelegenheiten Geschirr gespült werden.