Neue Mühlenkarte der westfälisch-lippischen Mühlenvereinigung

Im März 2017 ist eine neue Mühlenkarte der westfälisch-lippischen Mühlenvereinigung erschienen.
In mühevoller, langwieriger Kleinarbeit hat ein Team aus Mühlenbesitzern und Mühlenfreunden Informationen und Bilder von 139 Mühlen in Westfalen und Lippe zusammengetragen.
Erschienen ist jetzt in einer Auflage von 5000 Stück eine Karte, in der die Standorte der Mühlen eingetragen sind,  mit einem Beiheft, in dem jede Mühle kurz beschrieben ist.  Aus Platzgründen konnte nur von einem Teil der Mühlen Fotos eingestellt werden.
Die Karte mit dem Beiheft ist bei den in der Karte erwähnten Mühlen erhältlich und beim Kreis Steinfurt zu bestellen.

Gleichzeitig wurde eine aufwändige Internetseite erstellt, in der die Karte mit den Standorten  und zusätzlich die Informationen zu den einzelnen Mühlen abzurufen sind:
Westfälisch-Lippische Mühlenkarte

Muehlenkarte

Mühlentag 2017

Seit 1994 findet immer an Pfingstmontag der Deutsche Mühlentag statt: In ganz Deutschland öffnen Hunderte von Mühlen ihre Tore und laden zur Besichtigung ein.

In Nottuln werden am Pfingstmontag, 05.06.2017, gleich drei Mühlen geöffnet sein:

die Stiftsmühle Elpert in Stevern,
Stevern 7,  Öffnungszeiten 10:00 – 18:00 Uhr

die Mühle Schulze Westerath in Stevern,
Stevern 29, Öffnungszeiten 13:00 – 17:00 Uhr

die Mühle Zumbülte im Ortskern von Nottuln,
Mühlenstraße 14, Öffnungszeiten 10:00 – 18:00 Uhr

Muehlentag 2017
Plakat Mühlentag 2017

Damit stellen sich drei Mühlen vor, die sich in Größe und Ausstattung völlig unterscheiden.
Wenn dann auch noch die Sonne scheint, können Interessierte eine schöne Fahrradtour zu den drei Mühlen planen.

Welch ein Fest!

Zugegeben, die Aktiven des Heimatvereins und die Familie Zumbülte waren am Sonntagmorgen nicht nur gespannt auf den Tag, sondern auch angespannt, ob alles klappen würde.
Schon um 8:00 Uhr begannen die Vorbereitungen: Tische und Bänke aufstellen, Tischdecken auflegen und Blumenschmuck bereitstellen, die Kaffeemaschinen vorbereiten, den Getränkewagen auffüllen,… Und ab 9:30 Uhr kamen Franz Schlüter und Reinhold Gausepohl mit den ersten Unimogs an, ab 10:00 Uhr trafen sich die Mitglieder des Jugendorchester der BMV.
Und als um 11:00 Uhr das Jugendorchester das erste Stück spielte, war es richtig voll geworden, ca 180 Besucher waren gekommen, um mitzuerleben, wie das neue Wasserrad anlief.
Nach kurzen Ansprachen von Hans Moormann, Karl Hauk-Zumbülte und Bürgermeisterin Manuela Mahnke war es dann soweit.
Frau Mahnke durfte das Schütt hochkurbeln und mit einem großen Schwall Wasser setze sich das Rad in Bewegung. Sieben Stunden lief es dann ununterbrochen.
Ganz viele beeilten sich dann, in die Mühle zu kommen und zu sehen, wie sich das große Zahnrad und die erste Welle mit den weiteren Zahnrädern drehten.
So ging es dann bis 18:00 Uhr weiter, immer wieder kamen neue Gäste vorbei, schauten sich die Mühle an, setzten sich auf die Bänke im Schatten der Linde, tranken Kaffee oder kühle Getränke. Die vielen, von Nachbarn und Mitgliedern des Heimatvereins gespendeten Kuchen fanden so guten Absatz, dass abends noch 5 Stückchen übergeblieben waren.
Als dann so ab 17:30 Uhr der Besucherstrom nachließ, konnten alle Beteiligten stolz auf einen tollen Tag sein, der so abgelaufen war, wie es sich alle gewünscht hatten.

Hier einige erste Impressionen vom Tag:

Die WN veröffentlichte am 13.09.2016 einen ausführlichen Bericht.
Lesen Sie den Bericht in der Online-Ausgabe.

Wir freuen uns aufs Mühlenfest

Die Vorbereitungen liegen im Zeitplan, in der Mühle wird aufgeräumt und gefegt, am Sonntag wird es soweit sein: Das Wasserrad wird offiziell in Betrieb genommen und ein Mühlenfest gefeiert.
(Weitere Informationen unter dem eigenen Menüpunkt.)
Von vielen Seiten wurden wir schon auf dieses Ereignis angesprochen, die Vorfreude setigt, wir sind gespannt, wie viele Besucher kommen werden.
Jetzt hoffen wir noch auf schönes Wetter. Dann steht einem schönen Tag mit vielen Begegnungen nichts mehr im Weg.
Plakat

Feinarbeiten

Eigentlich ist das Rad mitsamt der Wasserführung schon seit einigen Tagen fertig. Aber es bleiben -wie könnte es anders sein- noch einige Feinarbeiten.
Zeitaufwändig war die Feinjustierung der Wasserführung auf das Rad. Das Wasser muss im passenden Winkel auf das Rad treffen und in die Schaufel fließen, die gerade ganz oben ist. Dazu muss die Wasserführung sehr nah an das Rad, aber nicht zu nah, denn sonst schlägt das Rad dagegen.
Notwendig war auch noch, weiteren Schutt und Schlamm aus dem Bachbett zu entfernen. Dazu rückte wieder Franz Schlüter mit einem Unimog an, diesmal ein Exemplar mit Bagger, und holte mehrere Kubikmeter aus dem Bach.
Das Rad ist jetzt fertig und wir können nach einem Jahr Arbeit mit Stolz feststellen: Wir haben geschafft.

Wasser marsch!

Inzwischen haben auch wir die Wasserführung auf das Wasserrad gebaut. Bei allen Beteiligten stieg die Spannung, ob das Wasser auch richtig geleitet wird und das Rad antreibt.
Deswegen wurde schon einmal testweise Wasser auf das Rad geleitet, bevor alle Bretter fest angebracht wurden. Und siehe da: Das Rad drehte sich zum ersten Mal mit Wasserkraft! Es bedarf noch einiger Feinjustierung, damit das Rad anläuft. Alle waren aber überrascht, wie wenig Wasser das Rad in Bewegung hält, wenn es angelaufen ist. Es sieht so aus, alswürde dafür ein einfacher Gartenschlauch reichen.

Inzwischen würden auch neue Staubretter (bei uns „Schütte“ genannt) gebaut, die hoffentlich lange halten werden.

Jetzt sind nur noch wenige Feinarbeiten und Aufräumarbeiten zu erledigen, dann ist das große Werk gerschafft!
Am 11.09.2016 wollen wir das Rad offiziell in Betrieb nehmen und das Erreichte mit einem Mühlenfest feiern.

Noch’ne Bank

Die Mühle gibt nach außen ein immer besseres Bild. Die Ehepaare Imholt und Schnieder haben eine zweite Bank gestiftet. Jetzt laden zwei Eichenbänke zum Ausruhen und Verweilen ein.

Man kann das Wasser wieder fließen sehen

Wieder sind wir einen Schritt weiter gekommen. Aus 4 cm dicken Eichenbrettern wurde jetzt die „Wasserrutsche“ gebaut, die Wasserführung am Wasserrad vorbei. Jetzt fließt das Wasser wieder -wie schon seit zwei Jahren nicht mehr- über die Wasserführung und stürzt dann ca 2 m nach unten. Ein schönes Bild und ein schönes Geräusch!

Noch einmal: viel Holz

Unsere Arbeiten für das Wasserrad gehen in die letzten Runden. In der vergangenen Woche haben wir in harter Arbeit viel geschafft. Das Holz für die Wasserführung war geliefert und vier dicke Balken mussten eingesetzt werden. Dazu mussten die Löcher in den Wänden, in denen die Balken aufliegen, aufgeweitet werden. Wie gut, dass es dafür heute starke elektrische Bohrhämmer gibt. Die Balken in die Löcher zu bugsieren war dann wirklich nicht einfach, wiegt so ein 4m langer Balken so etwa 70kg. Am schwierigsten waren die beiden Balken hinter dem Rad anzubringen. In dem engen Bereich zwischen Wasserrad und Staumauer auf eine Leiter zu klettern gehört nicht zu den Tätigkeiten, die man jeden Tag macht.
Im nächsten Schritt müssen Eichenbretter auf die Balken geschraubt werden, damit das Wasser auf das Rad oder auf der Wasserrinnen neben dem Rad fließen kann.

Eine starke Bank

Inzwischen haben wir ein Geschenk zur Verschönerung der Mühle bekommen. Seit einigen Tagen steht vor der Mühle eine bequeme Bank aus Eichenholz, die sicher viele Jahre halten wird. Auf ihr können sich Besucher ausruhen und dem Rauschen des Baches lauschen – so lange der Bach Wasser führt.
Gestiftet wurde die Bank von Heinz Merschkötter und Raimund Materna. Gebaut wurde die Bank von Heinz Merschkötter, viele Bänke von ihm laden rund um Nottuln Wanderer zur Rast ein.

Auf dem obersten Brett ist zu lesen: „Glück zu“
„Glück zu!“ ist der traditionelle Gruß der Müller.

Nottuln